Rundballenbrand, Nachforderung Waldbrandzug
Brandeinsatz > Rundballen- / Strohballenbrand
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Einsatzbericht
Großer Feuerwehreinsatz am Dienstagnachmittag, 7. Juli, in Dagobertshausen: 78 Brandschützer waren im Einsatz, weil am Hofgut 200 Rundstrohballen brannten. Gegen 15.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. „Es ist zu einem Brand in Stroh- und Heumieten gekommen, das sind die aufgestapelten Rundballen-Depots“, erklärte die Leiterin der Feuerwehr Marburg, Carmen Werner, vor Ort im Gespräch mit der OP. „Als wir eintrafen, waren vier Stück schon im Vollbrand, und der Brand ist auf die Gewächshäuser mit Kunststoff-Eindeckung übergegriffen.“ Vor Ort war zu sehen, dass Gewächshäuser durch das Feuer zerstört worden waren.
Die Ortsdurchfahrt war am Abend gesperrt, weil die Feuerwehr Schläuche für die Löschwasserversorgung durch den Ort verlegt hatte. „Die Schwierigkeit ist, hier Löschwasser hinzubekommen“, sagte Werner. Zunächst habe die Feuerwehr einen Pendelverkehr mit Löschtank-Fahrzeugen eingerichtet.
Aber eine stabile Löschwasserversorgung aus Hydranten sei natürlich besser. „Das haben wir jetzt aufgebaut, und jetzt haben wir das Feuer schon so weit unter Kontrolle bekommen, dass wir jetzt davon ausgehen, dass es sich nicht weiter ausbreitet“, sagte die Feuerwehr-Leiterin am frühen Abend. Die Feuerwehr wolle nun die Strohballen auseinanderziehen, um sie wirklich ablöschen zu können. Dabei half auch das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Radlader mit einer sehr weit vorgelagerten Gabel.
Im Einsatz waren Feuerwehrleute aus Elnhausen, Ockershausen, Cappel, Michelbach und Wehrshausen. Auch eine Drohne war im Einsatz und die Polizei war vor Ort. Marburgs Feuerwehrchefin Werner zeigte sich am Mittwochmorgen im Gespräch mit der OP „extrem begeistert“ von der Teamarbeit, es sei alles „super gelaufen“. Obwohl viele freiwillige Feuerwehrleute zu dieser Zeit noch an ihren Arbeitsstellen verweilten und derzeit hessische Sommerferien sind, bekam die Marburger Feuerwehr alle Einsatzfahrzeuge voll. „Das hat hervorragend funktioniert“, sagte Werner.
Gegen 23.50 Uhr stellte die Feuerwehr die Wasserförderung aus der Dorfmitte ein und stieg stattdessen auf einen kleineren Hydranten näher am Brandort um. Autos durften dann die Straße wieder befahren – und auch die Dagobertshäuser hatten dann wieder Wasser. Denn durch die Löscharbeiten blieb kaum Wasser für private Haushalte übrig.
Die Feuerwehr richtete über Nacht eine Brandwache im Drei-Schicht-Betrieb ein. Um 9 Uhr übergaben die Brandschützer diese an den Betreiber des Hofguts. Da die Strohballen auf einem landwirtschaftlich genutzten Grund brannten, konnte die Feuerwehr keinen Löschschaum oder Netzmittel einsetzen, damit sich das Wasser besser verteilt. Die Strohballen brannten deshalb auch am Mittwochmorgen immer noch. „Es wird noch ein paar Tage nach Lagerfeuer riechen“, sagte Werner. Da es sich aber lediglich um Stroh handle, sei dies nicht gefährlich.
Zur Brandursache liegen noch keine Informationen vor. Als die Feuerwehr eintraf, standen die Strohballen schon nahezu in Vollbrand, sodass die Brandschützer nicht sagen konnten, an welcher Stelle das Feuer ausgebrochen war. Auch die Polizei konnte noch keine Angaben zur Brandursache machen, sagte Sprecher Pierre Garth auf OP-Anfrage. „Auch die Schadenshöhe muss noch beziffert werden“, sagte er.
Ein Feuerwehrmann musste aufgrund der „thermischen Anstrengung“ vom Rettungsdienst behandelt werden, sagte Werner. Nach einer Pause im Schatten und einem Schluck Wasser ging es ihm aber wieder besser.
Quelle: Oberhessische Presse
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